Auf den Spuren der Wölfe
Freitagmorgen der Wecker holt mich zu einer brutalen Zeit aus dem Bett. Aber es hilft alles nichts, schließlich liegen knappe 600km vor meinem Bruder und mir. Es geht an die Holländische Küste, zum Seebarsch fischen. Dort sind wir mittags mit Robert von www.wolfsbarsch.com verabredet.
Die Strassen sind frei und so kommen wir pünktlich in Holland an. Leider ist das Wetter nicht sehr gnädig mit uns, Wind und immer wieder starker Regen. Aber da haben wir ja leider keine große Wahl, jetzt sind wir nun mal hier. Wir wollen es zunächst vom Ufer auf die Wölfe versuchen.
Jedoch gestaltet sich die Angelei recht schwierig. Es tut sich erstmal gar nichts. Nach einer weile sehen wir einmal Fische rauben, aber das nachwerfen bringt keinen Erfolg. Auch später tut sich leider nichts mehr. Und so beenden wir das Uferfischen am Nachmittag ohne Fisch.
Am späten Nachmittag treffen wir dann Johan von viskayaks.nl. Zusammen mit Ihm geht’s mit „Hobi Outback“ Kajaks auf die Oosterschelde. Diese speziellen Kajaks liegen extrem Stabil im Wasser und werden nicht wie man es klassisch kennt mit Paddeln bewegt sondern haben einen Antrieb der mit Fußpedalen, ähnlich wie bei einem Fahrrad, funktioniert. Gelenkt wird das ganze mit einem kleinen Hebel an der Seite des Kajaks. So hat man immer eine mindestens eine Hand frei zum fischen.
Trotz des recht starken windes und Wellengangs liegen die Boote sicher im Wasser und es lässt sich super von Ihnen fischen. Auch der Regen hat aufgehört und so hoffen wir endlich auf den ersten Fisch.
Aber egal was man ins Wasser feuert, ob Stickbait, Twichbait, Gummi oder Blinker, es findet sich einfach kein Abnehmer.
Als es schon dunkel ist kann Johan schließlich noch einen Tintenfisch fangen, ein seltener Beifang und ein lustiges Tierchen
Aber auch in der weiteren Dunkelheit beißt nichts mehr und so beenden wir den ersten Tag ohne Fisch.
Tag zwei steht ganz in Zeichen des Bootsangelns. Wir starten morgens mit dem Kleinboot und die Uferregionen abzufischen. Der Vorteil gegenüber den Uferanglen, man macht viel mehr Strecke und hat nicht so viele Probleme mit den Krautfeldern am Ufer.
Kurz nach der Hafenausfahrt werden wir von einem Schweinswahl begrüßt der sich ein par mal an der Oberfläche zeigt bevor er wieder verschwindet, ich habe es aber leider nicht geschafft ihn zu knipsen, aber war ein toller Anblick!
Wir beginnen gleich an der Hafenausfahrt nach den Wölfen zu suchen, aber es scheinen keine da zu sein.
Dann am zweiten Spot habe ich den ersten Biss und der Fisch hängt. Der erste Seebrach der Tour darf kurz für ein schnelles Foto frische Luft schnappen. Man entschuldige mein dümmliches Grinsen, aber nach dem ersten Schneidertag habe ich mich über den ersten, wenn auch kleinen Seebrasch, echt gefreut! Der hatte sich nen DD Arnaud gepackt.
Ist der Bann endlich gebrochen? Wir driften noch mehrmals über den Spot, aber es tut sich leider nichts mehr.
Wir fahren zum nächsten Spot und wieder habe ich nach ein par würfen einen Biss. In der erst Sekunde des Drills denke ich an einen richtig guten Seebarsch, aber schnell ist klar, was da am anderen Ende so wild und quirlig kämpft kann kein Seebrach sein, sondern ist eine Meerforelle, und zwar keine schlechte, der fisch kommt kurz an die Oberfläche, er hat sichrer 60cm, taucht wieder ab um kurz darauf wieder aufzutauchen. Und dann passiert es, der Fisch kommt mit dem Kopf aus dem Wasser, schüttelt wild den Kopf und schüttelt den Arnaud ab!
Das wäre es wirklich gewesen, zwischen den Wölfen ne Meerforelle zu erwischen die hier eigentlich wirklich selten vorkommen. Nachdem ich mich nach einigen Minuten gefangen habe geht es weiter, aber egal was wir versuchen, es wollen sich einfach keine Fische mehr blicken lassen.
Am Abend geht es dann zusammen mit Bas der einen Angelladen betreibt (basshengelsport.nl) und im Hafen ein größeres Boot liegen hat etwas weiter hinaus. Wir sind ganz zuversichtlich, schließlich hatte Bas am Vorabend ein par große Wölfe erwischt und wieder einen Abend zuvor richtig gute Stückzahlen gehabt.
Und es dauert auch gar nicht lange, da ist bei Bas das erste mal die Rute krumm. Und er kann den ersten fisch auf Naturköder landen.
Auch ein par Kajaks stoßen zu uns unter anderm ist auch Johan dabei der einen schönen ca 60er Barsch in die Kamera hält!
Wir versuchen es mit Gummiködern. Und auch hier dauert es gar nicht solange bis der erste Fisch bei mir hängt. Und so können wir in der nächsten Zeit ein par schöne Fische landen.
Irgendwann ist dann das beißen vorbei und wir fahren zurück in den Hafen, Bas war unzufrieden mit dem Ergebnis, insgesamt hatten wir 11 Fische, für uns war das aber durchaus in Ordnung.
Am nächsten Morgen versuchen wir es noch mal vom Ufer, aber auch hier Spielen die Wölfe nicht mit.
Und so geht es dann schließlich wieder zurück nach Hause. Wenn alles klappt geht es im Frühling wieder nach Holland, denn Wolfsbarschangeln ist definitiv ne sehr sehr geile Sache!
Nochmal vielen Dank an Robert!! www.wolfsbarsch.com
Und auch Danke an die anderen Jungs mit denen wir unterwegs waren:
Johan Vis www.viskayaks.nl
Bas Arkenbout www.basshengelsport.nl
Roel Bolier SeeFish / Zierikzee